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Reinigen, fetten, imprägnieren: Die besten Tipps und Mittel zur Lederpflege

 Leder ist ein tolles Material: Es ist fest, zäh, geschmeidig, weich, stabil und überaus strapazierfähig. Es lässt sich schneiden, nähen und kleben – und zu den schönsten Taschen umfunktionieren. Im Vergleich zu künstlichen Stoffen ist Leder nicht nur viel angenehmer in der Haptik und edler in der Optik – es hat auch den Vorteil, dass es viele Jahre überdauern kann, ohne an Attraktivität zu verlieren. Häufig muss man gar nicht viel dazu tun, damit Leder sein gutes Aussehen behält. Vor allem bei extremer Beanspruchung oder unter ungünstigen Bedingungen sollte man seiner Ledertasche aber hin und wieder ein wenig Pflege gönnen.

Was wirklich hilft, wenn Taschen und Rucksäcke aus Leder nass oder fleckig sind

Um es vorweg zu nehmen: Die eine richtige Methode zur Lederpflege gibt es nicht. Blankleder, geöltes Leder, nubukiertes Leder, deckend oder transparent gefärbtes Glattleder - je nach Art und Beschaffenheit des Leders variieren auch Behandlung und Pflegemittel. Im Wesentlich lassen sich die Leder in punkto Pflege aber in zwei Kategorien einteilen. Ein Überblick:

Glatte und geölte Leder

Die große, braune Jahn-Tasche (Modell 677, Foto links) besteht aus dickem Blankleder. Die Oberfläche ist deckend gefärbt.

Lehrertasche aus geöltem, transparent gefärbtem Rindsleder. Leder-Protector zur Pflege von Glattleder

Handtasche aus geöltem, transparent gefärbtem Rindsleder.

Edle Reisetasche von Jahn-Tasche aus Nappaleder.Leder-Reiniger für Glattleder

Blankleder wird auch Sattelleder genannt. Es ist ein dickes, festes Leder, das extrem stabil und robust ist und häufig ohne Innenfutter verarbeitet wird. Wir verwenden es für Taschen, die besonders strapazierfähig sein müssen - Aktentaschen und Lehrertaschen zum Beispiel, die viel Gewicht aushalten müssen und im täglichen Gebrauch sind. Wir haben Taschen aus deckend oder transparent gefärbtem Rindsleder im Programm. Mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch kann man oberflächige Verschmutzungen einfach abwischen. Auch ein feiner Regenguss kann diesem Leder nichts anhaben. Fett- und wachshaltige Pflegeprodukte sollten unbedingt vermieden werden: Die dünne Farbschicht auf der Oberfläche kann diese Mittel nicht absorbieren, das Leder würde sich speckig und schmierig anfühlen.

Wenn Sie Ihrer Tasche aus Blankleder etwas Gutes tun wollen, dann reinigen Sie sie mit dem Leder-Reiniger von Ulrich (der sich für alle Leder-Arten eignet) und reiben sie hin und wieder mit einem Leder-Protector für Glattleder ein: Ein paar Tropfen von dem Mittel mit einem Lappen dünn auftragen und gut einarbeiten. Der Protector schützt Glattleder vor dem Austrocknen und Ausbleichen.

 

Diese beiden Mittel sind auch für Taschen aus geöltem Leder (Opu-Leder – von „oil-pull-up“) und aus Nappa-Leder geeignet. Opu-Leder ist geöltes Oberleder vom Rind und besonders schwierig herzustellen. Es wird mit hochwertigen Farbstoffen gefärbt und dann geölt. Auch das Nappa-Leder für unsere Jahn-Reisetaschen kommt vom Rind. Es ist angenehm weich und schön anzufassen.

Büffelleder und Rauhleder

   

Hamosons Lehrertasche 600 besteht aus einem matten Büffelleder, das geölt und gewachst ist.Rauhlederpflege von Ulrich  Hamosons Rucksack 511 aus Büffelleder

Fettige Substanzen sind die natürlichen Feinde von Rauhleder: Diese offenporigen, samtigen, matten Ledersorten werden leicht fleckig und speckig, wenn man sie mit schmierigen Fingern anfasst. Lederfett ist hier ungeeignet. Stattdessen kann man Verunreinigungen mit einem speziellen Lederreiniger entfernen und das Leder mit einer Rauhlederpflege aus natürlichen Inhaltstoffen nachbehandeln. Das Mittel wird einfach aufgesprüht, es pflegt und imprägniert das Leder.

Die verschiedenen Rauhleder-Arten:

  • Büffelleder ist deutlich offenporiger strukturiert als das übliche Leder vom Rind. Und Rauhleder ist der Oberbegriff für Wildleder und Nubukleder.
  • Unter Nubukleder, bzw. nubukiertem Leder versteht man ein sehr feines Rauhleder vom Rind oder Büffel, das auf der glatten Narbenseite (oder auch Haarseite) angeschliffen wird. Durch den Schliff wird das Leder samtig weich, aber auch etwas empfindlicher, was Flecken angeht.
  • Wildleder wird auch Velourleder genannt. Es stammt von wild lebenden Tieren. (Sie werden bei uns keine Taschen aus diesem Leder finden.)

 

Lesen Sie auch: Bei der Taschenpflege nicht zu dick auftragen und sehen Sie unser Video zum Thema Ledertaschen pflegen auf Youtube